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Aktuelle Veranstaltungen am Institut für Medienkultur und Theater



Arbeit am Bild. Christoph Schlingensief und die Tradition. Internationale Konferenz (17.-19. Mai 2018, Uni Mannheim)

Die ‚Arbeit am Bild‘ erklärte Christoph Schlingensief retrospektiv zu seinem zentralen ästhetischen Prinzip. Und tatsächlich präsentieren sich seine Projekte als Bildproduktions- wie Bild­zer­störungs­maschi­nerien. Die Konferenz unternimmt eine interdisziplinäre Kontextua­li­sierung des Œuvres, indem sie Schlingensiefs Werk konsequent auf seine medien-, kultur- und genrehistorischen Bezüge befragt. In den Fokus rückt Schlin­gensiefs produktives Verhältnis zur Tradition, ist seine ‚Arbeit am Bild‘ doch im wörtlichen wie im übertragenen Sinne zu verstehen. Sie greift auf Hoch- und Populärkultur zurück, vermischt Politik, Religion und Kunst, transgrediert die Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatheit mit Vehemenz.

Die internationale Konfernez "Arbeit am Bild. Christoph Schlingensief und die Tradition" findet vom 17. bis 19. Mai 2018 in Mannheim statt. Organisiert wird sie von Peter Scheinpflug (Köln) und Thomas Wortmann (Mannheim), gefördert von der Thyssen-Stiftung. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

 

Materiality of Performance / Performance Residues (Internationaler Workshop, 2.-4.5.2018)

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie auf den internationalen Workshop "Materiality of Performance / Performance Residues" hinweisen, der vom 2. bis zum 4. Mai 2018 in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung stattfindet.

Einen inhaltlichen Überblick finden Sie hier.

 

 

 

 

 

Medien.Klassiker - Begleitveranstaltung zum MA-Selbststudium (SoSe 2018)

Liebe MA-Studierende,

Das Institut bietet eine Begleitveranstaltung zum Selbststudium an:
Die Medien.Klassiker finden im Sommeremseter dienstags 18:00 im Hörsaal XII (Hauptgebäude) statt.

In dieser Veranstaltung schauen wir gemeinsam Artefakte von der Liste, die von Kolleg*innen in kurzen Impulsvorträgen eingeführt werden.

Das Programm des Sommersemesters finden Sie hier.

 

 

Ringvorlesung "Aktuelle Perspektiven der Comicforschung" (SoSe 2018)

Mittwochs, 18.00 Uhr, Hörsaal B (Hörsaalgebäude)

 

Liebe Studierende,

hiermit laden wir Sie ganz herzlich zur Ringvorlesung "Aktuelle Perspektiven der Comicforschung" ein, die von Prof. Dr. Stephan Packart und Dr. Véronique Sina organisiert wird und im SoSe 2018 stattfindet.

Die Vorlesung setzt sich anhand eines ausgewählten Gegenstands, der Comicforschung, mit etlichen der einflussreichsten und meistversprechenden Forschungsverfahren in der aktuellen Medienkulturwissenschaft auseinander. Sie führt damit in diese Verfahren ebenso ein wie in die umfassende Erforschung einer medialen Form.

Zu den unterschiedlichen fachlichen Perspektiven, aus denen der Comic im Rahmen der einzelnen Vorträge beleuchtet wird, zählen neben grundlegenden Zugängen wie Multimodalität, Semiotik und Bildtheorie auch Partizipations- und Fankulturforschung, Kunstgeschichte und -wissenschaft und Ansätze der Intersektionalitätsforschung sowie computergestützte und kognitionswissenschaftliche Methoden zur Analyse des Comics. Aber auch der kulturellen Vielfalt des Comics wird in Vorträgen zur Mangaforschung, zur Digitalisierung und zu Aspekten der Graphic Medicine Rechnung getragen.

Die RVL findet jeweils Mittwoch von 18-20h in Hörsaal B (Gebäude 105) statt.

Die Programmübersicht finden Sie hier als PDF. Über Ihr zahlreiches Erscheinen freuen wir uns sehr.

Einen Einblick in das Feld der Comicforschung und in die RVL gibt Véronique Sina hier für das Campus-Radio.

Die Einzelinformationen zu den Vorträgen finden Sie nachfolgend. Sie werden laufend ergänzt.

 

 

We are compost, not posthuman! Queer-feministische Kompostierungen des Anthropozän (13.-14.4.2018)

Mit dem Anthropozän wird aktuell das geologische Zeitalter der Erde bezeichnet, das vom Einfluss ‚des Menschen’ eindeutig gezeichnet ist. Gemeint sind damit nicht nur der massive Verbrauch von Rohstoffen, sondern auch die Zunahme von Naturkatastrophen, das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten durch Umweltverschmutzung und Klimawandel. Geschieht nichts, so Dipesh Chakrabarty, müssen wir zum ersten Mal in der Humangeschichte über eine Zukunft ohne Menschen spekulieren. Im Zusammenhang dieses „Horrors des Anthropozän“ (Donna Haraway 2015) möchten wir fragen, wer oder was in der Verantwortung steht und was zu tun ist. Die Regierungen oder guardians (Isabelle Stengers 2015) des globalen Nordens geben vor, die Katastrophe mit genau den Mitteln abwenden zu können, die sie hervorgebracht haben: den Epistemologien der Objektivität und des Fortschritts, der Modernisierung und des Wachstums. Der Übergang vom Anthropozän zu dem von Donna Haraway so genannten ‚Chthulucene‘, dem Zeitalter der ‚earthly critters‘, markiert eine Verschiebung weg von dieser Art des Wissens, hin zu einer anderen, relationalen Ontologie – die wir hier als queer-feministische Kompostierung des Anthropozäns bezeichnen möchten. Dabei geht es nicht um die Handlungsfähigkeit eines menschlichen Subjekts, das einer Welt von Objekten gegenübersteht, vielleicht auch für sie verantwortlich ist, sondern um die fundamentale Relationalität der Welt selbst, deren Teil wir auf je spezifische Weise sind. Für diese andere Ontologie benötigen wir ein Denken der diffraktiven Verschränktheit jedes Eigenen mit der unverfügbaren Alterität der Welt. Haraway nennt dies tentakuläres, nichtindividuelles, vielzähliges, partiales Denken (Haraway 2016).

Im Workshop behandeln wir Gesten der Diffraktion natur-, sozial- und kulturwissenschaftli­chen Wissens jenseits von menschlichem Exzeptionalismus und dem Dualismus von Indivi­duum und Umwelt. Im Zusammenhang einer solchen queer-feministischen Öffnung diszipli­nären Wissens möchten wir die Ansätze von Astrid Schrader, Martha Kenney und Henriette Gunkel diskutieren, um Arten und Weisen des Intra-Agierens (Karen Barad) von nicht/huma­nen Akteur*innen, des gemeinsamen Werdens oder des Weltens-mit, gedanklich zu konkreti­sieren und dabei Handlungsmöglichkeiten zu multiplizieren.

Organisation:
Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften und Institut für Medienkul­tur und Theater, Universität zu Köln; Institut für Medien- und Kulturwissenschaft, Heinrich-Heine-Univer­sität Düsseldorf in Kooperation mit der Graduiertenschule der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln

Ort:
Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät
Hörsaal H 112, IBW-Gebäude, Herbert-Lewin-Str. 2, 50931 Köln und
Raum 0.105, HF-Hauptgebäude, EG, Gronewaldstraße 2, 50931 Köln

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis zum 29.03.2018 per E-Mail zu der Veranstaltung an unter Graduier­tenschule-HF@uni-koeln.de

Bei der Anmeldung erhalten Sie die Textgrundlage zur verbindlichen vorbereitenden Lektüre.